Ist auch Ihre Firma schon bei Facebook?
Das Social Network Phänomen als Business Plattform
Facebook wurde am 4. Februar 2004 von Mark Zuckerberg und vier seiner Mitstudenten als soziales Netzwerk ausschließlich für Harvard Studenten gegründet. Durch den grossen Erfolg wurden zunächst andere Universitäten und schlussendlich dann alle Personen älter als 13 Jahre als Mitglieder zugelassen.
Heute stellt Facebook mit 350 Millionen aktiven Nutzern das weltweit grösste soziale Netzwerk dar. Auch andere Kennzahlen wie die Anzahl Nutzer, die täglich auf Facebook zugreifen (50%) oder die durchschnittliche Verweildauer auf Facebook (55min), sind sehr beeindruckend und können unter http://www.facebook.com/press/info.php?statistics nachgelesen werden.
Wir möchten in diesem Bericht aufzeigen, welche Möglichkeiten Sie haben, um Facebook als Business-Plattform zu nutzen. Mit Ausnahme der Werbeanzeigen stellt Facebook diese Dienste kostenlos zur Verfügung. Wenn Sie für die technische Umsetzung Hilfe benötigen, wenden Sie sich am besten an eine Internetagentur Ihres Vertrauens.
Facebook Apps
Die Kriterien die zum Erfolg von Facebook beigetragen haben sind nachträglich schwer auszumachen, aber ein wesentlicher Punkt war mit Sicherheit die konsequente Auslegung von Facebook als Plattform für Applikationen von Drittherstellern.
Würde sich Facebook auf Profile, Fotos und Statusupdates beschränken, so wäre die Nutzerzahl sowie die durchschnittliche Zeit, die ein Besucher auf der Seite verbringt, wesentlich geringer. Aber durch die Möglichkeit von Drittanbietern die „Plattform“ Facebook durch eigene Anwendungen praktisch beliebig zu erweitern und so für alle interessanter zu machen, ergibt sich ein Rückkopplungseffekt: Mehr Applikationen machen Facebook für mehr Nutzer interessant, und mehr Nutzer machen Facebook als Plattform für mehr Anwendungsentwickler interessant.
Die Kennzahlen sprechen deshalb auch hier eine eindeutige Sprache: Eine Million Personen nutzt Facebook bereits als Business Plattform und der Katalog an Anwendungen aus denen ein Facebook Nutzer wählen kann ist auf mittlerweile 500.000 angewachsen.
Natürlich ist die Qualität und der Erfolg der Applikationen höchst unterschiedlich, und nur wenige Hersteller schaffen den Durchbruch. Aber Erfolgsgeschichten wie etwa die der Firma Zynga (Umsatz ca. $ 250 Millionen; u.a. „Farmville“ und „Mafia Wars“) zeigen, wie man mit kreativen Ideen und solider Umsetzung in nur 3 Jahren (Zynga wurde 2007 gegründet) durchstarten kann.
Neben der Entwicklung von Applikationen bietet Facebook aber auch eine ganze Reihe anderer Möglichkeiten, um sich und sein Unternehmen zu präsentieren und bekannter zu machen.
Facebook Share
Wer interessante Inhalte seiner Firmenhomepage einem breiteren Publikum auf Facebook zugänglich machen will, kann einen Share-(Teilen-)Button integrieren. Ein Website-Besucher mit einem Facebook-Account kann mit Klick auf den Button den Inhalt mit seinen Freunden auf Facebook teilen. Der Link erscheint dann auf seiner Pinnwand und wird im Neuigkeiten-Bereich seiner Freunde sichtbar.
Vorteile des Share-Buttons sind die einfache Integrierbarkeit, die einfache Bedienung und natürlich der unmittelbare Werbeeffekt. Ein Link der von einem Freund empfohlen wird hat üblicherweise einen höheren Stellenwert als eine Empfehlung einer fremden Person.
Facebook Werbeanzeigen
Wann immer ein Angebot im Internet grosse Besucherzahlen anzieht, die noch dazu viel Zeit auf der Seite verbringen, ist es ein idealer Ort um Werbeanzeigen zu schalten. Auf Facebook kann Werbung in Form eines Links mit Titel, Text und Bild geschalten werden. Damit die Anzeige nur beim richtigen Zielpublikum angezeigt wird, lässt sich durch verschiedene Kriterien steuern wann bzw. bei wem die Werbung eingeblendet werden soll. Zu den Kriterien zählen z.B. der Wohnort, das Alter, Geschlecht, Ausbildung, Arbeitsplatz, Beziehungsstatus, etc. Durch die Vielzahl an Informationen die Facebook von jedem Nutzer kennt, ist eine sehr genaue Steuerung möglich.
Schlussendlich kann der Werber noch bestimmen wann seine Anzeige aufscheinen soll, ob er für Einblendungen oder Klicks bezahlen will und welches Budget er täglich zur Verfügung stellt.
Facebook Fimenseiten
Jede Firma hat darüberhinaus die Möglichkeit, sich kostenlos in Form einer Seite auf Facebook zu präsentieren.
Eine Seite verhält sich ähnlich wie ein Benutzerprofil und kann mit Inhalten und Applikationen befüllt werden. Besucher können „Fan“ der Seite werden und erhalten Benachrichtigungen wenn neue Inhalte auf der Seite erstellt werden.
Eine Facebook Seite ersetzt nicht die eigene Homepage, kann aber ein nützliches Instrument sein, um innerhalb von Facebook mit Leuten Kontakt aufzunehmen und auf Angebote aufmerksam zu machen.
Facebook Connect & Single Sign-On
Connect stellt die weitgehendste Integration der eigenen Website in Facebook dar. Die Website kann an verschiedenen Stellen Daten mit Facebook austauschen, was dem Besucher den Vorteil verschafft, Informationen nicht in zwei unabhängigen Angeboten doppelt eingeben zu müssen.
Facebook Mitglieder können sich zB mit den selben Zugangsdaten, die sie auch für die Anmeldung an Facebook verwenden, auf der Website registrieren und Daten wie zB Name, Wohnort, Alter, etc. freigeben. Darüber hinaus ist es auch möglich, das von Facebook bekannte Kommentarsystem in die eigene Website zu integrieren. Besonders interessant ist dabei, dass Kommentare der Facebook-Freunde hervorgehoben werden können. Inhalte die von Freunden auf der Website bereits kommentiert wurden können damit leicht gefunden werden.
Fazit
In Summe stellt Facebook also eine durchaus interessante Plattform für Geschäftstätigkeit im Internet dar. Hohe Besucherzahlen, lange Verweildauer der Besucher sowie umfangreiche Möglichkeiten für Werbung und Erweiterung durch Drittanbieter sind die Hauptargumente die für Facebook sprechen.
Dagegen spricht die zeitweise mangelhafte Stabilität. Fehlermeldungen wie „Hoppla. Da ist etwas schiefgelaufen“ kennt jeder der Facebook regelmässig besucht. Bleibt zu hoffen, dass die Betreiber von Facebook nur von ihrem eigenen, schnellen Erfolg überrascht wurden und die Stabilität schrittweise besser in den Griff bekommen.
Martin Ennemoser
- Dateien:
TWIMagazin_01-10-Facebook.pdf1.0 M





