Rechtliches KI

EU AI Act: Ab 2. August 2026 wird es ernst

Ab dem 2. August 2026 gelten die Kernpflichten der KI-Verordnung – samt Bußgeldern in Millionenhöhe und nationaler Aufsicht.

Symbolbild für den Europäischen Gerichtshof

Der EU AI Act ist bereits in Kraft, wirkt aber gestaffelt. Der 2. August 2026 ist die entscheidende Stufe: Ab diesem Tag gilt der Großteil der Verordnung, die Sanktionsregeln greifen und die Mitgliedstaaten müssen ihre Aufsichtsbehörden benannt haben. Wer KI einsetzt oder anbietet, sollte die Frist nicht verschlafen.

Was ändert sich am 2. August 2026?

Ab diesem Datum sind die allgemeinen Pflichten der Verordnung anwendbar. Dazu zählen die Vorgaben für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI), die Governance-Struktur auf EU- und nationaler Ebene sowie die Bestimmungen zu Sanktionen. Das EU-KI-Büro kann ab dann ermitteln und Verstöße ahnden.

Wer ist betroffen?

Nicht nur die großen Modellanbieter. Relevant wird es für viele Unternehmen, die KI im Alltag nutzen:

  • Anbieter:innen von GPAI-Modellen (Dokumentation, Trainingsdaten-Zusammenfassung, Urheberrechts-Policy).
  • Betreiber:innen, die KI-generierte Inhalte veröffentlichen – Texte, Bilder, Audio und insbesondere Deepfakes müssen als KI-Erzeugnis gekennzeichnet werden.
  • Unternehmen mit Chatbots oder KI-Assistenten: Nutzer:innen müssen erkennen können, dass sie mit einer Maschine interagieren.

Was droht bei Verstößen?

Die Bußgelder sind empfindlich: bis zu 35 Mio. Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes bei verbotenen Praktiken, bis zu 15 Mio. Euro oder 3 % bei Verstößen gegen sonstige Pflichten – je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Wer ist in Österreich zuständig?

Die finale Behördenzuständigkeit ist noch nicht vollständig geklärt; im Gespräch sind RTR und Datenschutzbehörde. Als zentrale Anlaufstelle fungiert bereits die KI-Servicestelle der RTR, die Unternehmen zu Pflichten und Sanktionen informiert.

Was solltest du jetzt tun?

  • Alle eingesetzten KI-Systeme inventarisieren und ihr Risiko einordnen.
  • Kennzeichnung für KI-generierte Inhalte und Chatbots technisch umsetzen.
  • Prozesse und Dokumentation für Nachweispflichten aufsetzen.

Du bindest KI in deine Website oder Applikation ein und willst die Kennzeichnungs- und Transparenzpflichten sauber umsetzen? Wir setzen das technisch um – egal ob in TYPO3, WordPress, Magento, einer individuellen Laravel-Applikation oder in einem Headless-Setup mit Payload oder Directus. Von der KI-Kennzeichnung im Frontend bis zur API-seitigen Protokollierung.

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Quellen

RTR – KI-Servicestelle: Sanktionen
WKO – AI Act: Pflichten für Unternehmen
TÜV – EU AI Act ab 2. August 2026

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