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Google versteckt die Ziel-URLs: Was /goto für dein Reporting bedeutet

Seit Ende August läuft fast jeder Klick in den Suchergebnissen über eine Google-Zwischenstation – und Rankingtools zahlen drauf.

Symbolbild für SEO

Wer in den letzten Wochen einen Link in den Google-Suchergebnissen kopiert hat, hat womöglich nicht die Ziel-URL erwischt, sondern eine Adresse der Form google.com/goto. Google hat den Rollout am 26. August 2026 bestätigt. Statt die Zieladresse direkt in der Ergebnisseite auszuweisen, schiebt Google einen serverseitigen Redirect dazwischen, in dem das eigentliche Ziel mit Protocol Buffers kodiert ist. Auslesen lässt es sich erst, wenn man dem Link tatsächlich folgt. Betroffen sind organische Treffer und Anzeigen gleichermaßen.

Was heißt das für deine Zahlen?

Für deine eigene Website ändert sich zunächst nichts: Besucher:innen landen weiterhin bei dir, der Referrer bleibt Google, Analytics und Search Console zählen wie bisher. Spürbar wird es dort, wo Dritte die Suchergebnisse beobachten – also bei Rankingtools, Sichtbarkeitsindizes und Wettbewerbsanalysen. SISTRIX hat Ende August offengelegt, dass jede maskierte URL einzeln aufgelöst werden muss und damit eine zusätzliche Serveranfrage kostet. Seit 1. September läuft die Verarbeitung dort wieder in normaler Geschwindigkeit, aber der Aufwand bleibt.

Ist das ein Einzelfall?

Nein, es ist die Fortsetzung einer Linie. Im September 2025 hat Google den Parameter num=100 abgeschafft – seither braucht es rund zehn Anfragen für dieselbe Datenmenge. SISTRIX-Gründer Johannes Beus liest die Maßnahmen als Schutz gegen Dienste, die ohne eigenen Index auf Googles Ergebnisse zugreifen; Messanbieter seien Kollateralschaden. Bestätigt hat Google diese Deutung nicht.

Was solltest du jetzt tun?

  • Erwarte kleinere Sprünge und Verzögerungen in deinen Rankingtools – das ist ein Messeffekt, kein Ranking-Verlust.
  • Bewerte Sichtbarkeitsveränderungen ab September nicht ohne Blick in die Search Console; die bleibt die belastbarste Quelle für deine eigenen Daten.
  • Prüfe Skripte und Automatisierungen, die SERP-Links direkt weiterverarbeiten – die brechen an /goto-Adressen.
  • Wenn du Reportings an Kund:innen oder die Geschäftsführung lieferst: Methodenwechsel kurz dokumentieren, sonst wird ein Datenartefakt als Performance-Problem gelesen.

Der größere Trend

Google schließt Schritt für Schritt die Kanäle, über die sich die Suchergebnisse von außen beobachten lassen. Parallel verschiebt sich die relevante Kennzahl ohnehin: weg von der Position in einer Linkliste, hin zu Erwähnungen und Zitationen in KI-Antworten. Wer Sichtbarkeit heute nur über einen Rankingindex misst, misst einen schrumpfenden Ausschnitt.

Wir richten Reportings so ein, dass sie den Unterschied zwischen Messeffekt und echtem Traffic-Verlust sichtbar machen – Search-Console-Anbindung, saubere Tracking-Setups und KI-Sichtbarkeit inklusive. Umgesetzt wird das dort, wo deine Website läuft: TYPO3, WordPress, Magento, eine individuelle Laravel-Applikation oder ein Headless-Setup mit Payload oder Directus. Du willst wissen, ob deine Zahlen wirklich gefallen sind? Nimm jetzt Kontakt auf!

Quellen:

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CVE-2026-75650 hat den maximalen Score 10.0 – und wurde ausgenutzt, bevor es überhaupt einen Patch gab.

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