Rund um .at-Domains hat sich 2026 einiges verschärft. Hintergrund sind strengere ICANN-Vorgaben, das NISG 2026 und der allgemeine Trend zu mehr Sicherheit und Transparenz in der Domain-Verwaltung. Für Unternehmen, Selbstständige und Vereine in Österreich entstehen daraus konkrete Pflichten – und ein paar Stolperfallen, die im schlimmsten Fall den ganzen Webauftritt lahmlegen.
Was hat sich geändert?
- Identitätsnachweis: Seit Anfang 2026 reicht die reine E-Mail-Bestätigung nicht mehr. Registrare verlangen Ausweisdokument oder Firmenbuchauszug.
- Transparenzregister-Abgleich: Juristische Personen werden automatisch mit dem österreichischen Transparenzregister abgeglichen. Stimmen die Daten nicht, wird die Registrierung vorerst blockiert.
- DNSSEC-Pflicht: Ab Mitte 2026 wird DNSSEC für neue .at-Domains verpflichtend, bestehende Domains bekommen eine Übergangsfrist.
- Kürzere Korrekturfrist: Bei fehlerhaften Inhaberdaten bleiben nur noch 14 statt 30 Tage zur Korrektur – danach droht eine temporäre Sperre.
Wer ist betroffen?
Im Grunde alle, die eine .at-Domain neu registrieren oder bestehende Domains verwalten. Besonders aufpassen sollten Betriebe mit vielen, teils alten Domains: Dort sind hinterlegte Telefonnummern und E-Mail-Adressen häufig veraltet – und genau das kann nach der neuen 14-Tage-Regel schnell zur Sperre führen.
Was solltest du jetzt tun?
- Alle eigenen Domains erfassen und die hinterlegten Inhaberdaten (Firmenbuchnummer, Ansprechperson, E-Mail, Telefon) auf Aktualität prüfen.
- DNSSEC kontrollieren: Ist es aktiviert? Falls nicht, die Umstellung einplanen – bei mehreren Domains schrittweise, um Ausfallrisiken zu minimieren.
- Einen Registrar wählen, der EU-Serverstandort, deutschsprachigen Support und automatische DNSSEC-Aktivierung bietet.
- Einen quartalsweisen Daten-Check etablieren, statt erst bei der Sperrandrohung zu reagieren.
Warum das mehr ist als Bürokratie
Die neuen Regeln zielen auf Domainmissbrauch, Phishing und Cyberkriminalität – also auf Probleme, die am Ende auch seriöse Betreiber Geld und Reputation kosten. Sauber gepflegte Domains, aktives DNSSEC und ein verlässlicher Registrar sind 2026 die Basis für einen stabilen, vertrauenswürdigen Webauftritt. Verbindliche Details zu den .at-Richtlinien findest du direkt bei nic.at.
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Quellen: nic.at – Registrierungsrichtlinien · nic.at – DNS & DNSSEC


