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Chrome warnt jetzt vor HTTP-Seiten: Ist deine Domain betroffen?

Seit Chrome 155 fragt der Browser nach, bevor er eine unverschlüsselte Website öffnet - vergessene Subdomains und Weiterleitungsdomains werden so plötzlich sichtbar.

Google hat einen lange angekündigten Schritt umgesetzt: Mit Chrome 155, seit 6. Oktober im Stable-Kanal, ist die Einstellung „Immer sichere Verbindungen verwenden“ für alle Nutzer:innen standardmäßig aktiv. Chrome versucht jede Seite zuerst über HTTPS zu laden. Klappt das nicht, erscheint vor dem Aufruf eine ganzseitige Warnung, dass die Verbindung nicht sicher ist. Erst mit einem Klick auf „Weiter zur Website“ geht es weiter.

Wen trifft die Warnung?

Websites, die sauber über HTTPS laufen, merken nichts. Auch alte http:// -Links sind kein Problem, solange die Zieladresse ein gültiges Zertifikat hat, denn Chrome stellt die Verbindung dann automatisch auf HTTPS um. Kritisch wird es dort, wo HTTPS fehlt oder kaputt ist:

  • Weiterleitungsdomains, etwa alte Firmen- oder Kampagnendomains, die nur per HTTP auf die Hauptseite umleiten.
  • Vergessene Subdomains wie shop., blog. oder buchung., für die nie ein Zertifikat eingerichtet wurde.
  • Abgelaufene oder falsch konfigurierte Zertifikate, z. B. nur für „www“ ohne die nackte Domain.
  • QR-Codes auf Prospekten, Plakaten und Verpackungen, die auf eine solche Adresse zeigen.

Ausgenommen sind nur private Adressen wie Router-Oberflächen oder Intranet-Namen.

Warum ist das mehr als ein Schönheitsfehler?

Die Warnung kostet Vertrauen und Klicks, gerade bei neuen Besucher:innen, denn Chrome warnt vor allem bei Seiten, die jemand länger nicht besucht hat. Wer über einen Prospekt-QR-Code oder einen alten Newsletter-Link kommt, sieht zuerst eine Sicherheitswarnung statt deines Angebots. Für Werbekampagnen, die auf solche Adressen zeigen, ist das verbranntes Budget.

Was solltest du jetzt tun?

  • Alle Domains und Subdomains auflisten, die du besitzt, auch geparkte und reine Weiterleitungen.
  • Jede davon in Chrome aufrufen, am besten mit http:// davor. Erscheint die Warnung, gibt es Handlungsbedarf.
  • Für jede aktive Adresse ein gültiges Zertifikat einrichten, z. B. über Let’s Encrypt, mit automatischer Verlängerung.
  • HTTP dauerhaft per 301 auf HTTPS umleiten und HSTS aktivieren.
  • Gedruckte QR-Codes und Links in Newslettern und Kampagnen gegenprüfen.

Wir prüfen deine Domains, richten Zertifikate und saubere Weiterleitungen ein und übernehmen auf Wunsch das Hosting gleich mit, egal ob deine Website in TYPO3, WordPress, Magento, einer individuellen Laravel-Applikation oder in einem Headless-Setup mit Payload oder Directus läuft. Nimm jetzt Kontakt auf!

Quellen:

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